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Leitlinie „Use of extracorporeal membrane oxygenation – VV-ECMO- Indications and Management“

veröffentlichende Fachgesellschaft:
Klassifikation gemäß AWMF:
Datum der Veröffentlichung: 26.02.2026
Ablaufdatum:
Quelle/Quelllink: https://doi.org/10.1016/j.ccrj.2026.100163

  • VV-ECMO als Standardtherapie bei Erwachsenen mit schwerem hypoxämischem Atemversagen, die die EOLIA-Kriterien erfüllen

EOLIA-basierte Einschlusskriterien
– PaO2/FIO2 < 50 mmHg für > 3 h
– oder PaO2/FIO2 < 80 mmHg für > 6 h
– oder pH < 7,25 mit PaCO2 ≥ 60 mmHg für 6 h
– HF bis zu 35/min und Plateaudruck von ≤ 32 cmH20

Auswahlkriterien für Erwägung einer VV-ECMO bei schwerem hypoxämischem Atemversagen
Voraussetzungen
– Atemwege und Beatmung: ETI & Beatmung für < 7 d
– Optimierung der Belüftung: FiO2 ≥ 80 %, Vt 6 mL/kgKG & PEEP ≥ 10 cmH2O
– Begleittherapien: Versuch in Bauchlage und Muskelrelaxierung

physiologische Kriterien (mindestens eines muss erfüllt sein)
– PaO2: FiO2 < 50 mmHg für > 3 h trotz Optimierung der Ventilation
– PaO2: FiO2 < 80 mmHg für > 6 h trotz Optimierung der Ventilation
– arterieller Blut-pH-Wert < 7,25 bei Kohlendioxidpartialdruck ≥ 60 mmHg über > 6 h (AF erhöht auf > 35/min) infolge lungenschonender Beatmung

  • keine Empfehlung für oder gegen Einsatz der VV-ECMO bei schwerem hyperkapnischem Atemversagen ohne ARDS
  • bedingte Empfehlung gegen routinemäßige Lagerung in Bauchlage bei ARDS-Patient*innen unter VV-ECMO
  • mechanische Beatmung während VV-ECMO sollte lungenschonende Beatmung maximieren (Reduktion von Parametern, die mit Lungenschädigung einhergehen, wie z.B. Beatmungsdruck, AZV und mechanische Leistung)
    • CAVE: die bei ARDS beobachteten hohen Beatmungsdrücke können Marker für Schweregrad der Erkrankung sein –> daher nicht unbedingt modifizierbar
Published inLeitlinien kompakt

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