veröffentlichende Fachgesellschaft: Irish Association for Emergency Medicine (IAEM)
Klassifikation gemäß AWMF:
Datum der Veröffentlichung: 25.03.2026
Ablaufdatum:
Quelle/Quelllink: https://iaem.ie/professional/clinical-guidelines/
Grundsätzliches
- hyperglykämisches hyperosmolares Syndrom (HHS) betrifft primär Patient*innen mit Typ-2-Diabetes
- tritt seltener als andere hyperglykämische Notfälle auf, ist aber mit einer zehnmal höheren Sterblichkeitsrate verbunden als die diabetische Ketoazidose (DKA)
- Vielzahl der Fälle tritt bei Patient*innen > 45 Jahren auf, die häufig an mehreren Begleiterkrankungen leiden
- zusätzlich stark erhöhte Thromboseneigung, was zu hohen Komplikationsraten und höherer Sterblichkeitsrate führt
- häufigste Ursachen sind Infektion, gefolgt von Nichtbefolgung der Medikamenteneinnahme, Pankreatitis, physiologischem Stress (OP/Trauma) sowie Medikamente wie Steroide und atypische Antipsychotika
Symptomatik
- i.d.R. Bewusstseinsstörung oder Delirium
- Polyurie
- Polydipsie
- Erbrechen
- Schwäche
- ggf.schwer zu erkennen, da es mit unspezifischen Symptomen einhergeht
- Diagnosekriterien
- BZ > 541 mg/dL
- Serumosmolalität > 320 osmol/L (Berechnung der Serumosmolalität: [2 × (Na + K)] + Glukose + Harnstoff)
- normaler pH-Wert, normales Bikarbonat und Ketone > 3 mmol/L
Diagnostik
- venöse BGA bei allen Patient*innen mit V.a. HHS zur Ermittlung von BZ, Natrium, Kalium, pH-Wert und Bikarbonat
- Ketonbestimmung mittels Kapillarblutprobe oder mithilfe Urintest
- Ausschluss/Bestätigung häufiger Ursachen anhand der folgenden Untersuchungen
- Blutbild und CRP –> erhöhte Leukozyten und CRP –> Infektion
- EKG –> Herzinfarkt ist bekannter HHS-Auslöser (CAVE: verläuft bei Patient*innen mit oft „still“)
- Amylase –> Identifizierung einer Pankreatitis
- Urintest –> Erkennung einer Harnwegsinfektion
- Thorax-Röntgen –> Lungenentzündung
Therapie




Sei der Erste der einen Kommentar abgibt