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Leitlinie „Emergency management and resuscitation of patients with left-sided Impella support“ der ACTACC, ICS, BACCN, BSH, Resuscitation Council UK, FICM, SCTS & BCS

veröffentlichende Fachgesellschaft: Association of Cardiothoracic Anaesthesia and Critical Care (ACTACC), Intensive Care Society (ICS), British Association of Critical Care Nurses (BACCN), British Society For Heart Failure (BSH), Resuscitation Council UK, Faculty of Intensive Care Medicine (FICM), Society for Cardiothoracic Surgery in Great Britain & Ireland (SCTS) & British Cardiovascular Society (BCS)
Klassifikation gemäß AWMF:
Datum der Veröffentlichung: 09.10.2026
Ablaufdatum:
Quelle/Quelllink: https://doi.org/10.1136/heartjnl-2025-326896/

Grundsätzliches

  • Impella = mikroaxiale Durchflusspumpe
  • aktuell verfügbare Geräte
    • linksseitige Geräte
      • Impella CP, die perkutan eingeführt werden kann und Durchflussraten von bis zu 4,3 L/min erreicht (siehe Foto)
      • Impella 5.5, die chirurgisch eingesetzt wird und Durchflussraten von bis zu 5,5 L/min erreicht
    • rechtsseitige Geräte
      • Impella RP, die perkutan eingeführt wird und Durchflussraten von über 4 L/min erreicht

Empfehlungen

  • medizinisches Personal, das Patient*innen mit Impella versorgen, deren Zustand sich verschlechtert oder die einen Herzstillstand erleiden, sollten eine spezielle Reanimationsschulung nach einem strukturierten Algorithmus absolvieren
  • bei Patient*innen, die nicht ansprechbar sind oder nicht normal atmet, sollten ein MAD < 30 mmHg und/oder ein endotracheales etCO2 von < 2 kPa eine Indikation für die Einleitung einer Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) darstellen (P-Einstellung vor Beginn der HLW auf P2 reduzieren)
  • bei einem Herzstillstand unter Impella besteht die initiale Priorität darin, den Kreislauf wiederherzustellen, indem die durch mechanisches Versagen oder physiologische Probleme verursachte Funktionsstörung des Geräts behoben wird
  • bei akut erkrankten Patient*innen mit einem „Absaug“-Alarm sollte die P-Einstellung um zwei Stufen auf die Mindeststufe P2 gesenkt werden –> Gabe eines Flüssigkeitsbolus von 2,5 mL/kg erwägen und auf Ursachen einer Hypovolämie untersuchen
  • bei Kammerflimmern oder ventrikulärer Tachykardie die Defibrillation oder Kardioversion, sofern die Patient*innen bei Bewusstsein sind, so lange hinauszögern, bis eine Sedierung erfolgen ist
  • bei einem Alarm „Position unbekannt“ („position unknown“) oder „Position im Ventrikel/in der Aorta“ („position in ventricle/aorta’“) oder bei abnormen Platzierungs- und Motorsignalen Echokardiographie durchführen, um eine Fehlpositionierung des Impella zu beurteilen –> während die Position der Impella neu justiert wird, sollte eine kontinuierliche Echokardiographie erfolgen, die Leistungseinstellung (P) auf P2 reduziert werden und die Impella unterhalb der Aortenklappe sichtbar sein
  • bei akut erkrankten Patient*innen ist bei Auslösung eines Alarms des Spülsystems zu überprüfen, ob das Impella-Spülsystem funktionsfähig ist –> liegt eine Geräthrombose vor, kann eine intradynamische Thrombolyse in Betracht gezogen werden
  • Echokardiographie durchführen, um eine Fehlposition des Impella-Geräts festzustellen, die eine Repositionierung erfordert, eine rechtsventrikuläre Insuffizienz, die den Einsatz von Inotropika erfordert, oder eine Perikardtamponade, die eine Drainage erfordert
  • ausreichende Durchblutung anhand einer Reihe physiologischer Parameter zu beurteilen, darunter MAD, SpO2 und, falls vorhanden, endotracheales etCO2
  • für den Einsatz mechanischer CPR-Geräte bei Impella-Patient*innen liegen keine Sicherheitsdaten vor –> Einsatz kann jedoch bei refraktären Herzstillständen und zur Erleichterung einer Notfall-ECMO-Implantation in Betracht gezogen werden
  • bei unzureichender Durchblutung bei Impella-Patient*innen < 10 Tage nach Kardiotomie Notfall-Thorakotomie in Betracht ziehen
  • bei unzureichender Durchblutung sofortige Eskalation auf vorübergehende mechanische Unterstützung wie ECMO erwägen

Impella-Notfallalgorithmus

Published inLeitlinien kompakt

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