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Leitlinie „Optimising the management of spontaneous intracerebral haemorrhage“ des ActúA project

veröffentlichende Fachgesellschaft: ActúA project
Klassifikation gemäß AWMF:
Datum der Veröffentlichung: 08.09.2026
Ablaufdatum:
Quelle/Quelllink: https://doi.org/10.1016/j.nrleng.2026.502041

Prähospitalphase

  • „Code Stroke“ koordiniert die schnelle Schlaganfallerkennung, Alarmierung, Kommunikation und Versorgung über alle Versorgungsebenen hinweg
  • flächendeckende Code-Stroke-Protokolle für Erwachsene und Kinder sollen ischämische und hämorrhagische Schlaganfälle berücksichtigen
  • Versorgung muss Primärversorgung, Rettungsdienst und Krankenhäuser in einem abgestimmten Netzwerk verbinden
  • Aktivierung bei zuvor selbstständigen Patient*innen mit akuten neurologischen Ausfällen < 24 h
  • Schlaganfallverdacht, v.a. bei plötzlich auftretenden:
    • einseitigen Paresen oder Sensibilitätsstörungen
    • Sprach- oder Verständnisstörungen
    • Sehstörungen
    • starken Kopfschmerzen
  • Rettungsdienst und Leitstellen sollen standardisierte, validierte Schlaganfall-Scores einsetzen
  • kontinuierliche Schlaganfall-Schulungen für beteiligtes medizinisches Personal, v.a. Leitstellen- und Rettungsdienstpersonal
  • Patient*innen sollen schnellstmöglich in das am besten geeignete Schlaganfallzentrum transportiert werden, auch bei Sekundärverlegungen
  • regionale Versorgungspfade müssen den zeitkritischen, priorisierten Transport verbindlich koordinieren
  • in Regionen ohne ausreichende Schlaganfallzentren sollen Telestroke-Systeme eingesetzt werden
  • intubationspflichtige oder neurologisch kritisch erkrankte Patient*innen benötigen ALS-Versorgung und Transport in ein Krankenhaus mit Intensivstation
  • beteiligte Krankenhäuser müssen eine CT-basierte Schlaganfalldiagnostik gewährleisten, gegebenenfalls über Telestroke
  • digitales Informationssystem soll Datenaustausch zwischen Präklinik und Klinik ermöglichen

Intrahospitalphase

  • Erstversorgung bei akutem Schlaganfall: klinische Untersuchung mit Schlaganfall-Scores, Labor, Bildgebung und frühzeitige neurologische Beurteilung vor Ort oder telemedizinisch
  • bei intrazerebraler Blutung (ICH): Blutung & Schweregrad erkennen, Patient*in stabilisieren, Symptome behandeln und neurologische Verschlechterung verhindern
  • CT als Bildgebung der 1. Wahl, bei stabilen Patient*innen möglichst innerhalb von 15 min nach Aufnahme, zur Unterscheidung zwischen ICH und ischämischem Schlaganfall
  • CT-/MR-Angiographie und MRT ergänzend zur Ursachenabklärung, v.a. bei vermuteten strukturellen oder vaskulären Veränderungen
  • frühzeitige Diagnostik und Therapie der ICH zur Vermeidung neurologischer Schäden und Verbesserung der Prognose
  • Behandlung durch ein multidisziplinäres Team nach standardisierten Protokollen
  • engmaschige Überwachung mit:
    • Blutdruck-, Blutzucker- und Temperaturkontrolle
    • ggf. frühzeitiger Antagonisierung einer Antikoagulation
    • neurochirurgischer Beurteilung
    • Anfallsmanagement und Thromboseprophylaxe
  • neurologisch instabile Patient*innen benötigen eine intensivmedizinische Beurteilung und Versorgung
  • regelmäßiges Monitoring von GCS/NIHSS, Kreislauf, Oxygenierung/Beatmung, Blutzucker, Temperatur, Krampfanfällen und Thromboembolierisiko sowie Dysphagie-Screening
  • Kontrollbildgebung möglichst innerhalb von 24 h zur Beurteilung von Therapieerfolg und Komplikationen
  • Bedarf an Neurorehabilitation und Weiterversorgung frühzeitig prüfen, möglichst ab 24 h nach Stabilisierung
  • Entlassungsplanung soll die funktionelle, familiäre und soziale Wiedereingliederung unterstützen
Published inLeitlinien kompakt

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