veröffentlichende Fachgesellschaft: Emergency Medicine Association of Turkey (EMAT)
Klassifikation gemäß AWMF:
Datum der Veröffentlichung: 09.07.2026
Ablaufdatum:
Quelle/Quelllink: https://doi.org/10.4103/tjem.tjem_12_26
NIV, HFNO und herkömmliche Verfahren zur Präoxygenierung
- Präoxygenierung mittels nichtinvasiver Beatmung anstelle einer Standard-O2-Maske oder einer Beutel-Maske-Beatmung bei Erwachsenen in der Notaufnahme mit schwerer Hypoxämie oder hohem Hypoxierisiko während der RSI
- High Flow Nasal Oxygen (HFNO) als Alternative zur Präoxygenierung bei Patient*innen mit schwerer Hypoxämie oder hohem Hypoxierisiko, die eine RSI erhalten, wenn NIV nicht möglich ist
apnoische Oxygenierung
- keine routinemäßige Anwendung der apnoische Oxygenierung zusätzlich zur Präoxygenierung während der RSI
- Expert*innenmeinung: Fortsetzung der O2-Gabe über HFNO während der Apnoephase bei Patient*innen mit hohem Hypoxämierisiko, die während der Präoxygenierung eine HFNC-Sauerstofftherapie erhalten, in Betracht ziehen
Bougie & Standardintubation
- Verwendung eines Bougie anstatt Standardintubation (mit oder ohne Führungsstab) bei Erwachsenen mit vermutlich schwieriger Intubation
- routinemäßiger Einsatz eines Bougie kann bei der Intubation erwachsener Patient*innen in der Notaufnahme in Betracht gezogen werden
Push-Dose-Vasopressoren während der RSI
- keine Empfehlung für oder gegen Push-Dose-Vasopressoren während der RSI aufgrund der nicht ausreichenden Datenlage
- Expert*innenmeinung: Push-Dose-Vasopressoren werden in bestimmten, von den jeweiligen Ärzt*innen festgelegten Szenarien angewendet –> daher können Kliniken im Rahmen ihrer eigenen lokalen klinischen Richtlinien entscheiden, ob Push-Dose-Vasopressoren während einer RSI bei kritisch kranken Erwachsenen verabreicht werden sollten, wenn diese hypotensiv sind oder das Risiko einer Hypotonie besteht
Ketamin bei Patient*innen mit erhöhtem Risiko für einen erhöhten Hirndruck
- Bedenken, dass die Gabe von Ketamin während einer RSI bei Patient*innen mit akuten Hirnverletzungen, bei denen das Risiko eines erhöhten Hirndrucks besteht, zu einem Anstieg des Hirndrucks führt, beruhen lediglich auf Einzelberichten, und die aktuelle Fachliteratur stützt diese Befürchtung nicht –> Ketamin nicht allein aufgrund von Bedenken hinsichtlich eines erhöhten Hirndrucks meiden


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