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Leitlinie „Oberarmkopffraktur“ der DGOU (Update 2026)

veröffentlichende Fachgesellschaft: Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU)
Klassifikation gemäß AWMF: S2k
Datum der Veröffentlichung: 22.07.2026
Ablaufdatum: 21.07.2031
Quelle/Quelllink: https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/187-026

Grundsätzliches

  • 6 – 10/1000 Personen/Jahr
  • dritthäufigste Fraktur bei Patient*innen > 60 Jahre
  • 4 – 6 % aller Frakturen im Erwachsenenalter
  • Verhältnis Frauen zu Männer: 7:3

Ätiologie

  • Sturz auf die Schulter
  • direkte Gewalteinwirkung auf die Schulter
  • Kombination mit Luxation
  • strukturelle Ursachen
    • Osteoporose
    • Rauchen
    • Alkoholabusus
    • Gangunsicherheit
    • kardiovaskuläre Erkrankungen
    • neurologische Erkrankungen
    • metabolische Erkrankungen
    • Muskelschwäche
    • Sehstörungen
    • tumorbedingte Osteolysen
    • Knochenzysten
    • Inaktivität
    • Hormonmangel
    • Krampfanfall
    • Stromunfall
    • Mangelernährung

Pathomechanismus

  • Patient*innen bis 60 Jahre (je nach Aktivität)
    • Sport-/Freizeitverletzungen
    • Hochrasanztrauma
    • Verkehrsunfälle
    • Stürze
    • Arbeitsunfälle
  • Patient*innen > 60 Jahre (je nach Aktivität)
    • Sturz im häuslichen Umfeld
    • Gangunsicherheit
    • Umgebung (Glätte, Stufen, etc.)

typische Begleitverletzungen

  • meist isolierte Verletzung
  • abhängig vom Unfallmechanismus
    • Rotatorenmanschettenrupturen
    • ipsilaterale distale Radiusfrakturen (Kettenverletzung)
    • hüftgelenknahe Frakturen (Osteoporose)
    • Schädel-Hirn-Trauma
    • Thoraxtrauma, Rippenfrakturen
    • HWS-Verletzung
    • Skapulafraktur
    • Klavikulafraktur
    • Plexusläsion
    • selten Verletzung Arteria axillaris
    • selten Verletzung Sehne M. pectoralis major

präklinisches Management

Analyse des Unfallhergangs

  • siehe „Ätiologie“
  • Übermittlung wesentlicher Begleitumstände
  • Minimierung des Informationsverlustes

Notfallmaßnahmen und Transport

  • im Rahmen einer Monoverletzung
    • Immobilisation der Schulter
    • Analgesie
    • keine Reposition der glenohumeralen Luxation bei V.a. Frakturkomponente
    • Transport in eine unfallchirurgische Praxis oder Klinik
    • innerhalb eines Traumanetzwerkes: mindestens lokales Traumazentrum
  • im Rahmen einer Mehrfachverletzung
    • siehe „im Rahmen einer Monoverletzung“
    • Vorgehen gemäß gültigen Versorgungsalgorithmen/Leitlinien (ATLS, DGU-S3
      Leitlinie Polytrauma / Schwerverletzten Behandlung)
    • Transport in ein regionales oder überregionales Traumazentrum

Dokumentation

  • schriftliches Übergabeprotokoll durch Rettungspersonal sinnvoll
  • Mitteilung über:
    • primär:
      • neurovaskulärer Status der Extremität
    • sekundär:
      • alle relevanten Angaben zum Unfall
      • Arbeistunfall genauer Hergang
      • soziales Umfeld
      • bekannte Vorerkrankungen
      • mentale Dysfunktion
      • frühere Unfälle
      • Sturzneigung
      • Medikamente
      • Nikotin
      • Alkohol
      • Drogen
      • multiresistente Keimbesiedlung
      • Infektionen (spezielle Hepatitis C, HIV)

Anamnese

Analyse des Verletzungsmechanismus

  • Richtung und Maß der einwirkenden Kräfte
  • weichteilrelevante Unfall- / Verletzungsmechanismen
  • Hinweise auf Begleitverletzungen aus biomechanischer Sicht

gesetzliche Unfallversicherung

  • Meldepflicht für gesetzlich versicherte Unfälle, u. a. Arbeits-, Wege-, Schul-, Studien- und Kindergartenunfälle
  • bei > 3 Kalendertagen Arbeitsunfähigkeit oder Tod Meldung durch Arbeitgeber*in
  • Vorstellung bei Durchgangsärzt*in (D-Arzt) → Entscheidung über BG-Heilverfahren
  • Weiterbehandlung frühestmöglich in DGUV-zugelassener Einrichtung (DAV, VAV, SAV)
  • bei späteren Unfallfolgen/Folgeerkrankungen → Wiederaufnahme des BG-Heilverfahrens
  • bestimmte proximale Oberarmfrakturen → Behandlung in VAV-/SAV-Klinik gemäß DGUV-Verletzungsartenverzeichnis bei
    • Verrenkungsbrüche des Schultergelenkes, mehrfragmentäre verschobene Brüche des Oberarmkopfes bei gegebener oder abzuklärender Operationsnotwendigkeit
    • vorgenannte Verrenkungsbrüche des Schultergelenkes oder vorgenannte Brüche des Oberarmkopfes bei gegebener oder abzuklärender Indikation zum primären Gelenkersatz
    • Unfallfolgen wie z.B. posttraumatische Omarthrose

Vorerkrankungen und Verletzungen

  • lokal
    • frühere Erkrankungen und Verletzungen der Schulter (auch der Gegenseite)
    • Voroperationen
    • klinisch manifester degenerativer Rotatorenmanschettenschaden vor dem Unfall
    • Impingementsymptomatik
    • AC-Gelenks-Arthrose
    • Omarthrose
    • Tendinitis calcarea
    • Knochenerkrankungen
    • Gelenkerkrankungen
    • N. axillaris Schädigung
    • Plexusschaden
    • Lymphödem
    • lokaler Infekt
    • lokale Hauterkrankung
    • Tumorleiden, -operation
    • Tendinitis der langen Bizepssehne
  • allgemein
    • kardiovaskuläre Erkrankungen
    • neurologische Erkrankungen
    • zerebrovaskuläre Erkrankungen
    • Osteoporose
    • Malignom
    • rheumatische Vorerkrankungen
    • Diabetes mellitus
    • Leber-/Nierenerkrankungen
      • Infektionen
      • Hepatitis B, C
      • HIV
      • multiresistente Keime
    • allgemeine Hauterkrankungen
    • Allergien
    • Kontinenz
    • Flüssigkeitsbilanz
    • bisherige Mobilität, Aktivitäten des täglichen Lebens
    • Alkoholabusus, Drogenabusus
  • sozial
    • soziale Umstände/Prognose
    • Familiensituation
    • Pflegefall
    • Rechts-/Linkshänder
    • Rehabilitationsfähigkeit

wichtige Begleitumstände

  • nicht nur die Frakturkonstellation, sondern auch ihre Begleitumstände sollen in die Entscheidungsfindung zur richtigen Therapiewahl mit einbezogen werden
  • Zeitpunkt und -intervall zwischen Unfall und stationärer Aufnahme (zum Ausschluss längerer Luxationsstellungen)
  • Medikamente
    • gerinnungshemmende Substanzen
      • Acetylsalicylsäure (ASS) und Kombinationspräparate
      • Cumarine
      • Neue orale Antikoagulantien (NOAK)
      • Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR)
      • Clopidogrel
    • Zytostatika
    • metforminhaltige Antidiabetika
    • Kortison
    • Alkoholeinfluss
    • Nikotin
    • Drogen

Symptome

  • Schmerzen in der Schulter und/oder Oberarm
  • Ausstrahlung bis in die Hand
  • Funktionseinschränkung der Schulter
  • motorische Ausfälle
  • im Laufe von Tagen oft ausgedehnte Hämatombildung

Diagnostik

notwendige Untersuchungen

  • klinische Untersuchung lokal
    • Schonhaltung des verletzten Armes
    • Prellmarke und Hämatom (am Unfalltag selten)
    • Schmerzen bei aktiver und assistiver Bewegung
    • Druckschmerz proximaler Oberarm
    • im Fall von Luxationen tastbare leere Gelenkpfanne
    • Stauchungsschmerzen
    • Krepitation – dabei keinen zusätzlichen Schmerz auslösen!
    • Infektionen im späteren Operationsgebiet und Axilla
    • periphere Durchblutung
    • neurologische Ausfälle (speziell: Sensibilität im autonomen Gebiet des N. axillaris)
    • Wunden im Frakturbereich
    • Schwellung, Spannungsblasen
    • Begleitverletzungen (insbesondere bei Hochrasanztraumen)
    • Bewegungsausmaß der gesunden Seite als Referenz
  • Röntgenuntersuchung (konventionell)
    • Schulter und proximaler Humerus in 2 Ebenen
      • Schulter und proximaler Humerus true a.p.
      • proximaler Humerus axial oder Y-Aufnahme (Skapula tangential)
      • gesamter Oberarm mit Ellenbogengelenk in 2 Ebenen bei Verdacht auf
      • Frakturausläufer im Schaft oder begleitende Ellenbogenverletzung
    • neben einer Röntgenbilduntersuchung in mind. 2 Ebenen soll eine CT-Untersuchung zur exakten Klassifikation und zur besseren Therapieempfehlung durchgeführt werden
  • Laboruntersuchungen
    • Laboruntersuchungen unter Berücksichtigung von Alter und Begleiterkrankungen der Patient*innen zur Ursachenuntersuchung und Operationsvorbereitung

fakultative Untersuchungen

  • Computertomographie
    • Beurteilung der Tuberkula
    • Beurteilung der Kalotte
    • Beurteilung der glenohumeralen Zentrierung
    • Beurteilung einer „Head-Split“-Situation
    • Beurteilung der Knochenstruktur
    • 3-D-Rekonstruktion
    • Entscheidung Osteosynthese vs. Endoprothese

ausnahmsweise

  • Magnetresonanztomographie
    • bei V.a. pathologische Fraktur, Plexusverletzung
    • als Ergänzung zur Evaluation der Rotatorenmanschette
  • Sonographie
    • Beurteilung der Rotatorenmanschette, auch im postoperativen Verlauf
    • Beurteilung der langen Bizepssehne
    • Verlaufskontrollen der Rotatorenmanschette
  • Röntgenaufnahme des Thorax
  • Bildwandler-Durchleuchtung
  • Röntgenaufnahmen des Ellenbogens und des Handgelenkes bei klinischem Verdacht
  • bei Zusatzverletzungen:
    • Dopplersonographie
    • Angiographie
    • fachneurologische Untersuchung
    • Elektrokardiogramm (EKG)
    • Ausschluss multiresistente Keime
    • Kreuzblut für Blutgruppe und Blutkonserven
    • KI-unterstütze Bildauswertung

nicht erforderliche Untersuchungen

  • Szintigraphie
  • Arthrographie

diagnostische Schwierigkeiten

  • undislozierte Fraktur
  • Rotatorenmanschettenverletzung
  • Stellung des Kopfes zum Glenoid (Luxationsfraktur)
  • Abgrenzung einer pathologischen Fraktur (selten)
  • begleitende Glenoidfraktur (vordere Pfannenlippe)
  • traumatischer Nervus axillaris Schaden
  • Gefäßverletzung (Intimaläsion)

Differentialdiagnosen

  • Humerusschaftfraktur
  • Schulterprellung
  • Schulterluxation
  • Rotatorenmanschettenruptur
  • Bizepssehnenruptur
  • Skapulafraktur
  • AC-Gelenksfraktur
  • laterale Klavikulafraktur
  • Schultergelenkinfektion

klinische Erstversorgung

klinisches Management

  • Lagerung
  • Ruhigstellung im immobilisierenden Verband

allgemeine Maßnahmen

  • Thromboseprophylaxe
    • siehe zum Risiko, allgemeinen und medikamentösen Maßnahmen aktuelle interdisziplinäre Leitlinie Thromboseprophylaxe der AWMF
    • frühzeitige Mobilisation der Patient*innen
  • Infektionsprophylaxe
    • Antibiotikaprophylaxe reduziert die Rate der oberflächlichen und tiefen Wundinfektionen
    • Antibiotika-Einzeldosis mit Beginn der Anästhesieeinleitung ist für die Routine ausreichend
    • Behandlung von ggf. auftretenden Spannungsblasen
  • Schmerztherapie
    • Analgetikagabe
  • Dekubitusprophylaxe
    • frühzeitige Mobilisation
    • Bettruhe normalerweise nicht erforderlich
    • Lagerung auf speziellen druckmindernden z.B. Gel-Matten auf dem Operationstisch reduziert die Dekubitusrate
    • abschwellende Maßnahmen

Indikation zur definitiven Therapie

  • nicht nur die Anzahl der Fragmente, sondern insbesondere auch die Stellung der Fragmente zueinander sollen Einfluss auf die Therapieentscheidung haben
  • Ziel bei der Behandlung von proximalen Humerusfrakturen ist die anatomische Wiederherstellung der Gelenkfläche, des Corpus-Collum-Diaphysenwinkels und der anatomischen Position der Tuberkula
  • Ziel der Operation ist es, ein übungsstabiles Schultergelenk zu schaffen und mögliche Komplikationen im Zusammenhang mit der Operation zu verhindern
  • wenn weder eine konservative Therapie noch eine anatomische Osteosynthese durchgeführt werden kann, soll die Implantation einer Schulterprothese durchgeführt werden

nicht operative Versorgung

  • Großteil aller Frakturen, in Deutschland aktuell 58 %, wird konservativ behandelt
  • nicht dislozierte oder gering dislozierte Frakturen des proximalen Humerus und nicht dislozierte Gelenkfrakturen
  • geschlossen reponier- und konservativ retinierbare Frakturen
  • allgemeine oder lokale Kontraindikationen gegen eine Operation

operative Versorgung

  • Indikation zur Osteosynthese oder Endoprothese wird kontrovers diskutiert –> sollte sich auf rational nachvollziehbare Argumente stützen und ist im Einzelfall immer individuell zu stellen
  • je nach Frakturtyp und Patient*innen ist zwischen den geeigneten Osteosyntheseverfahren oder endoprothetischer Versorgung zu entscheiden
  • operative Versorgung einer proximalen Humerusfraktur sollte bei komplexem Verletzungsmuster durch Operateur*in mit hoher Spezialisierung durchgeführt werden
  • Indikation zur Osteosynthese
    • dislozierte Fraktur auch mit isolierter Fehlstellung eines oder beider Tuberkula, wobei bei der Dislokationsrichtung (Varus/Valgus-Deformität und anterior/posterior) unterschieden werden muss und eine entsprechende Instabilität der Fragmente vorliegt
    • dislozierte intraartikuläre Fraktur
    • geschlossen nicht reponierbare Luxationsfraktur
    • Serienverletzung der Extremität
    • sekundäre Dislokation nach konservativer Therapie
    • begleitende Gefäßschäden
    • Nervenschaden
    • offene Fraktur
    • pathologische Fraktur
  • Indikation zur Endoprothese
    • Headsplit Fraktur beim alten Menschen mit reduzierter Knochenqualität
    • Mehrfragmentfraktur beim alten Menschen mit Defektzone und „eierschalenartig“ ausgedünntem Kopffragment
    • Hinge Fraktur beim älteren Menschen auf Grund des erhöhten Nekroserisikos
    • nicht ausreichend reponierbare Fraktur
    • länger bestehende Luxationsfraktur
    • fehlgeschlagene Osteosynthese mit Gelenkdestruktion und fehlender
    • Rekonstruktionsmöglichkeit
    • Humeruskopfnekrose mit Gelenkdestruktio
    • pathologische Fraktur bei fehlender osteosynthetischer Versorgungsmöglichkeit
  • Differentialindikation für Endoprothesen
    • bei nicht rekonstruierbaren Humeruskopffrakturen bei jüngeren Patienten und Patientinnen ist die Hemiprothese oder die anatomische Pfannenprothese mit Pfannenkomponente möglich, sollte jedoch auf Grund der oft unbefriedigenden klinischen Ergebnisse zurückhaltend eingesetzt werden
    • begleitende Rotatorenmanschettenmassenruptur spricht für die Implantation einer inversen Schulterprothese
    • nicht reponierbare Tuberkula können Implantation einer inversen Prothese erforderlich machen
    • inverse Schulterprothese kann bei rezidivierenden Luxationen einer Hemiprothese notwendig werden
    • bei älteren Menschen wird in aktuellen Studien bei nicht-rekonstruierbaren Humeruskopffrakturen die inverse Schulterprothese favorisiert

Therapie nicht operativ

  • konservative Behandlung einer Oberarmkopffraktur soll eine schmerzabhängige, kurzfristige Ruhigstellung, gefolgt von einer frühzeitigen funktionellen Therapie mit Bewegungsübungen, begleitet von bedarfsabhängiger Schmerztherapie und regelmäßiger radiologischer Kontrolle umfassen, um Komplikationen zu vermeiden
  • Logistik
    • Stützverbandsmaterial
    • Orthese
    • physiotherapeutisches Behandlungskonzept
    • Möglichkeit der radiologischen Kontrolle der Fraktur
  • begleitende Maßnahmen
    • Analgetika bedarfsabhängig
    • manuelle Lymphdrainage
    • Aufklärung über Behandlungskonzepte und Alternativverfahren, Komplikationsmöglichkeiten, Risiken und Langzeitfolgen
    • Klärung der häuslichen Versorgung
    • Behandlung der Sturzursache
    • Diagnostik und Behandlung von weiteren Begleiterkrankungen
  • häufigste Verfahren
    • kurzfristige Ruhigstellung (z.B. Gilchristverband, Desaultverband)
    • Analgetika
    • funktionelle Behandlung (kurze oder keine Immobilisation, danach passive und aktive Bewegungsübungen bis zur Schmerzgrenze, im richtigen Setting auch als Heimprogramm möglich)
  • weitere Behandlung
    • Röntgenkontrollen im Verlauf
    • Kontrollen von Orthese, Durchblutung und Nervenfunktion
    • bei anhaltenden Schmerzen oder Gefühlsstörungen sofortige Vorstellung bei Fachärzt*in
    • selbstständige Bewegungsübungen des Ellenbogens und der Gelenke der Hand
    • bei sekundärer Dislokation Operationsindikation erneut prüfen
    • 1 Woche Immobilisation: kurzfristig bessere Ergebnisse als 3 Wochen, nach 1 Jahr weitgehend vergleichbar
    • sofortige Pendelübungen: keine Zunahme unerwünschter Ereignisse
    • häufigere Übungseinheiten bei impaktierten Frakturen: keine vermehrten sekundären Dislokationen, aber auch kein besseres klinisches Ergebnis
  • Risiken und Komplikationen
    • sekundäre Dislokation der Fraktu
    • Oberarmkopfnekrose
    • sekundäre Arthrose
    • verzögerte Heilung und Pseudoarthrose
    • Heilung in Fehlstellung
    • ausgedehntes Hämatom am Arm und Stamm
    • Hämatom-bedingtes Kompartmentsyndrom Unterarm
    • Druckstellen/Wunden durch Stützverband
    • Blutumlaufstörung und Schwellung der Hand durch Stützverband
Published inLeitlinien kompakt

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