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Leitlinie „Behavioural Emergencies in Emergency Departments“ der IFEM

veröffentlichende Fachgesellschaft: International Federation for Emergency Medicine (IFEM)
Klassifikation gemäß AWMF:
Datum der Veröffentlichung: 13.07.2026
Ablaufdatum:
Quelle/Quelllink: https://assets.nationbuilder.com/ifem/pages/5590/attachments/original/1783921086/White_Paper_on_Behavioral_Emergencies_in_Emergency_Departments.pdf?1783921086

  • Notaufnahmen weltweit stehen vor gemeinsamen Herausforderungen, darunter eingeschränkter Zugang zu psychiatrischer Beratung, reduzierte Kapazitäten in der stationären Psychiatrie, Personalmangel, Sicherheitsbedenken, langwierige Diagnoseprozesse, unzureichende Personalschulung und mangelhafte Nachsorgemechanismen –> IFEM und ihre Mitgliedsorganisationen setzten sich für systemweite Lösungen ein, die Notaufnahmen als entscheidende Anlaufstellen für die psychiatrische Versorgung anerkennen
  • Notaufnahmen sollten evidenzbasierte, standardisierter Protokolle für psychiatrische Notfälle einführen, darunter:
    • strukturierte medizinische Untersuchung zur Ermittlung medizinischer Faktoren, die zu psychiatrischen Symptomen beitragen
    • standardisierte Behandlungsabläufe für Unruhezustände, Depressionen, Suizidalität, Psychosen und substanzbedingte Notfälle
    • klare Entscheidungskriterien als Leitfaden für die Aufnahme, Verlegung, Beobachtung oder Entlassung
  • Förderung anpassungsfähiger Versorgungsmodelle für ressourcenreiche und ressourcenarme Umgebungen, die
    • Unterschiede bzgl. der verfügbaren Ressourcen und personellen Kapazitäten berücksichtigen
    • Koordination zwischen Notaufnahmen und gemeindenahen Diensten stärken
    • Telepsychiatrie und andere Technologien einbeziehen, wo dies sinnvoll ist
  • Stärkung von Ausbildung, Fortbildung und Personalentwicklung duch Priorisierung der psychiatrischen Notfallversorgung im Rahmen des IFEM-Ausbildungsprogramms:
    • Einbindung umfassenderer Inhalte zur psychiatrischen Notfallversorgung in die Lehrpläne der Facharztausbildung für Notfallmedizin
    • Förderung der Entwicklung modularer Ausbildungsressourcen, Webinare und Online-Kurse
    • Förderung spezieller Programmschwerpunkte zur psychiatrischen Notfallversorgung auf nationalen und internationalen Konferenzen
    • Untersuchung der Wege zur Anerkennung fortgeschrittener Fachkenntnisse im Bereich der psychiatrischen Notfallversorgung, inkl. Fortbildungsmodellen nach Abschluss der Facharztausbildung
Published inLeitlinien kompakt

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