veröffentlichende Fachgesellschaft: Task Force for Mass Critical Care der American College of Chest Physicians (CHEST)
Klassifikation gemäß AWMF:
Datum der Veröffentlichung: 07.08.2026
Ablaufdatum:
Quelle/Quelllink: https://doi.org/10.1016/j.chest.2026.08.049
Kommunikation in sozialen Medien
- verlässliche Informationsquellen durch einheitliche Websites und Apps sollten geprüfte, wissenschaftlich fundierte, aktuelle und laienverständliche Informationen sowie Leitlinien bereitstellen
- soziale Medien können zur Echtzeit-Erfassung und räumlichen Darstellung von Ereignissen genutzt werden
- Behörden, Fachgesellschaften und Wissenschaft sollten relevante, prägnante und regelmäßig aktualisierte Informationen verbreiten (konsistente Kommunikation)
- Leitlinien zu bewährter klinischer Praxis und zur Rationierung knapper Ressourcen sollten verständlich öffentlich kommuniziert werden (Krisenkommunikation)
- Gesundheitsfachkräfte sollten empfohlene Maßnahmen vorleben und Falschinformationen entgegenwirken (Vorbildfunktion)
- wissenschaftliche Daten, Erkenntnisse und Unsicherheiten dürfen nicht politisiert werden, um öffentliches Vertrauen zu erhalten
- internationale Erkenntnisse, transparente Daten und Modellierungen sollten in klinische Empfehlungen einfließen
- Fachkräfte für Notfall- und Katastrophenmanagement sollten Schulungs- und Informationsmaterial für medizinisches Personal bereitstellen
Koordination der Krisenversorgung
- multidisziplinäre Expert*innengruppen sollen evidenzbasierte Triage-Leitlinien entwickeln und kontinuierlich evaluieren
- Regionen benötigen konsensbasierte, evidenzbasierte und ethisch geprüfte Notfallpläne
- klare Verantwortlichkeiten/Führungsstrukturen für Steuerung und Ressourcenverteilung sind notwendig
- Patient*innenzuweisung muss gerecht, transparent, ethisch und koordiniert erfolgen
- Strategien zur Rationierung müssen Autonomie, Transparenz und Gerechtigkeit sichern (Ressourcenverteilung)
- leistungsfähige Informationssysteme verbessern Lagebild, Ressourcenzuteilung und Lastverteilung
- digitale Plattformen und Analysen sind für ein aktuelles Lagebewusstsein erforderlich
- frühzeitige und transparente Einbindung der Öffentlichkeit/Bevölkerung ist entscheidend
- Kriterien und Fairnessprinzipien bei Rationierung müssen frühzeitig kommuniziert werden
- Ressourcen sollten evidenzbasiert statt nach „Wer zuerst kommt“ vergeben werden
- mögliche Benachteiligungen vulnerabler Gruppen müssen berücksichtigt werden (z.B. Besuchsregelungen)
- Notaufnahme und krisengeschulte Kliniker sollten in die Einsatzführung/Einsatzleitung eingebunden werden
- „letzte Meile“ der Lieferketten benötigt bessere Koordination und Kommunikation
- Empfehlungen zum Aufbau widerstandsfähiger medizinischer Lieferketten (Resilienz) sollten unterstützt werden





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