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Klassifikation gemäß AWMF:
Datum der Veröffentlichung: 10.06.2026
Ablaufdatum:
Quelle/Quelllink: https://doi.org/10.1186/s13049-026-01636-y
Akutes Koronarsyndrom
STEMI – primäre PCI innerhalb von 120 Minuten
- RTH-Einsatz in Betracht zu ziehen, wenn dadurch die Zeit vom ersten medizinischen Kontakt bis zur PCI bei Patient*innen verkürzt wird, die eine sekundäre Verlegung zwischen verschiedenen Kliniken benötigen
- RTH-Einsatz, wenn die erwartete Zeit vom ersten medizinischen Kontakt bis zur PCI bodengebunden den in den Leitlinien empfohlenen Schwellenwert von 120 Minuten überschreitet und ein RTH diese Verzögerung sinnvoll verkürzen kann
STEMI – nach Fibrinolyse / Rescue-PCI
- RTH-Einsatz für Rescue-PCI nach fehlgeschlagener Fibrinolyse, wenn dadurch eine schnellere Ankunft im PCI-Zentrum gewährleistet ist
- RTH-Einsatz, wenn eine frühzeitige Angiographie nach der Thrombolyse indiziert ist und ein bodengebundener Transport zu erheblichen Verzögerungen führen würde
NSTEMI – sehr hohes Risiko
- RTH-Einsatz bei Patient*innen mit Hochrisiko-NSTEMI, wenn dadurch die Zeit bis zur Koronarangiographie verkürzt wird
- CAVE: Patient*innen benötigen eine sofortige invasive Behandlung und die Transportzeit ist klinisch relevant
NSTEMI – hohes Risiko
- RTH-Einsatz nur dann in Betracht zu ziehen, wenn der bodengebundene Transport die Angiographie erheblich verzögern würde
- RTH-Einsatz bei Hochrisiko-NSTEMI vermeiden, wenn dadurch die Verfügbarkeit für Einsätze mit höherer Priorität gefährdet wird
NSTEMI – niedriges Risiko
- bodengebundener Transport als Standardtransportart bei NSTEMI mit geringem Risiko
- RTHEinsatz auf außergewöhnliche logistische oder geografische Situationen zu beschränken
Schlaganfall
initiale Triage
- systematischer Einsatz validierter, strukturierter Instrumente zur Schlaganfall-Früherkennung (z.B. CPSS oder BEFAST) während der ersten Triage, um vermuteten Schlaganfall zu erkennen
- rasche klinische Beurteilung und die frühzeitige Aktivierung regionaler Schlaganfallversorgungskonzepte bei positivem Ergebnis bei der strukturierten Schlaganfall-Früherkennung
- Wahl des Screening-Instruments kann den lokalen Protokollen und der Organisation des Systems entsprechen, sofern dessen Einsatz standardisiert ist und einheitlich angewendet wird
positives Screening innerhalb des Zeitfensters
- RTH-Einsatz, wenn dadurch die Zeit bis zum Erreichen eines auf Schlaganfälle spezialisierten Zentrums im Vergleich zum bodengebundenen Transport klinisch bedeutsam verkürzt wird
- bei V.a. Verschluss eines großen Gefäßes (LVO) RTH-Einsatz Vorrang einzuräumen, wenn ein bodengebundener Transport das Erreichen eines spezialisierten Zentrums verzögern könnte, die über die Möglichkeit zur Thrombektomie verfügen
ICB – Kandidat*innen für chirurgische Intervention
- RTH-Transport für Patient*innen mit intrazerebraler Blutung (ICB), die eine chirurgische Abklärung benötigen, sofern der RTH-Transport die Transportzeit verkürzt
- Telekonsultation mit der Neurochirurgie sollte die Entscheidung unterstützen
ICB – Kandidat*innen für keine chirurgische Intervention
- bodengebundener Transport, wenn bei einer ICB kein neurochirurgischer Eingriff erforderlich ist
- Telekonsultation, bevor über die Transportart entschieden wird
Airway Management bei neurologischen Notfällen
- Intubation vor Transport, wenn:
- GCS ≤ 8 oder bei Abfall um ≥ 2 Punkte
- SpO2 < 94 % trotz Sauerstofftherapie
- Sicherung eines freien Atemwegs nicht möglich
- hämodynamische Instabilität, die den Einsatz von Vasopressoren erfordert
- routinemäßige Intubation vermeiden, wenn eine neurologische Beurteilung erforderlich ist und die Patient*innen klinisch stabil sind
Trauma
traumatische Verletzungen der Wirbelsäule
- Transport per RTH bei Wirbelsäulentrauma mit vermuteter oder bestätigter Rückenmarksverletzung, wenn dadurch die Zeit bis zur neurochirurgischen bzw. wirbelsäulenchirurgischen Untersuchung verkürzt wird
- frühzeitige Dekompression oder Stabilisierung (< 12 h) kann das neurologische Outcome verbessern, was für einen beschleunigten Transport spricht
- frühzeitige Kontaktaufnahme mit dem aufnehmenden Wirbelsäulenzentrum, um Verzögerungen zwischen Ankunft und Entlassung zu reduzieren
traumatische Verletzungen des Thorax
- Transport per RTH bei Thoraxtraumata, das einen notfallmäßigen chirurgischen oder endovaskulären Eingriff erfordert, sofern der RTH einen schnellere Einlieferung ins Traumazentrum ermöglicht
- bei Patient*innen mit klinisch signifikantem Pneumothorax vor Transport eine Thoraxdrainage in Betracht zu ziehen, v.a. wenn Überdruckbeatmung erforderlich ist oder ggf. notwendig wird
- kleine, stabile Pneumothoraxe ohne geplante Überdruckbeatmung unter angemessener Überwachung und mit entsprechenden Notfallplänen per RTH transportieren, wobei die Flughöhe und die Behandlungsmöglichkeiten während des Fluges zu berücksichtigen sind
traumatische Verletzungen des Abdomens & Beckens
- RTH-Transport bei Bauch- oder Beckentrauma, wenn eine erweiterte chirurgische oder endovaskuläre Intervention erforderlich ist und der RTH-Transport die Transportzeit verkürzt
- instabile oder potenziell instabile Patient*innen profitieren von einem schnelleren Transport in ein Traumazentrum, das in der Lage ist, Damage-Control-Chirurgie oder interventionelle Radiologie durchzuführen
- angemessene Volumentherapie (Blutprodukte, sofern verfügbar; permissive Hypotonie, sofern indiziert) vor und während des Transports
GI-Blutungen
Varizenblutungen im oberen Gastrointestinaltrakt
- Transport per RTH bei Varizenblutungen, wenn dringendliche Endoskopie oder interventionelle Radiologie erforderlich ist und ein RTH die Transportzeit ins spezialisierte Zentrum verkürzt
- CAVE: frühzeitige Blutstillung ist entscheidend, um die Mortalität und das Risiko einer erneuten Varizenblutungen im oberen Gastrointestinaltrakt zu senken
- unabhängig von der Transportart bereits vor dem Transport mit medikamentöser Therapie (Vasokonstriktoren, Antibiotika) und angemessener Flüssigkeitstherapie beginnen
Nicht-Varizenblutungen im oberen Gastrointestinaltrakt
- RTH-Einsatz bei schwerer Nicht-Varizenblutungen im oberen Gastrointestinaltrakt nur dann in Betracht zu ziehen, wenn der bodengebundene Transport zu klinisch bedeutsamen Verzögerungen bei der therapeutischen Endoskopie führt
- Protokolle zur hämodynamischen Stabilisierung und zur Transfusion vor Transport optimieren
Blutungen im unteren Gastrointestinaltrakt
- RTH-Einsatz nur dann, wenn die Zeitersparnis ggü. dem bodengebundenen Transport erheblich ist
- Vielzahl der Patient*innen mit Blutungen im unteren Gastrointestinaltrakt können sicher mittels bodengebundenen Transport verlegt werden, sofern ihr Zustand stabil ist
Notfälle im Zusammenhang mit der Aorta
akute Aortendissektion
- Transport per RTH für Patient*innen mit V.a. oder bestätigter akuter Aortendissektion, die eine dringende chirurgische oder endovaskuläre Behandlung erfordert, sofern der RTH-Transport die Transportzeit verkürzt
- hämodynamisch instabile Patient*innen einer raschen Erststabilisierung unterziehen, während gleichzeitig der Transport in ein spezialisiertes Zentrum beschleunigt wird
- Abstimmung mit dem aufnehmenden spezialisierten Zentrum vor Alarmierung, um Verzögerungen zu reduzieren
Aortenruptur oder drohendes Aortenaneurysma
- Transport per RTH bei gerissenen oder kurz vor dem Reißen stehenden Aortenaneurysmen, sofern der RTH-Transport die Zeit bis zur definitiven Versorgung verkürzt
- während des Transports permissive Hypotonie aufrechterhalten und geeignete Strategien für das Volumenmanagement anwenden, entsprechend den etablierten Prinzipien der Behandlung von vaskulären Notfällen
- Transport nicht wegen nicht unbedingt notwendiger Bildgebung verzögern, wenn ein hoher klinischer Verdacht besteht und die definitive Versorgung zeitkritisch ist
komplexe Aortenerkrankungen mit Malperfusion der Endorgane
- Einsatz von RTH bei komplizierten Aorten-Notfällen, die durch eine Organunterversorgung, wenn ein schneller Transport in ein hochspezialisiertes Zentrum erforderlich ist
- anhaltende Schmerzen, therapieresistente Hypertonie, neurologische Ausfälle oder eine Organischämie können einen beschleunigten Transport rechtfertigen
Herzbeuteltamponade
Tamponade, die dringende Versorgung erfordert
- Transport per RTH für hämodynamisch instabile Patient*innen mit V.a. oder bestätigter Tamponade, wenn durch den RTH-Einsatz die Zeit bis zur Einlieferung in eine spezialisierte Klinik verkürzt wird, die eine dringliche Drainage durchführen kann
- frühzeitige Abstimmung mit kardiologischem oder kardiothorakalem Team der aufnehmenden Kinik, um Verzögerungen im Krankenhaus zu minimieren
- geeignete Maßnahmen zur hämodynamischen Stabilisierung einleiten, ohne dabei den Transport zur definitiven Versorgung zu verzögern
CO-Intoxikation
CO-Intoxikation, die hyperbare O2-Therapie erfordert
- Transport per RTH für Patient*innen mit CO-Vergiftung, die die Kriterien für eine hyperbare Sauerstofftherapie (HBOT) erfüllen, sofern der RTH-Transport die Zeit bis zur hyperbaren Einrichtung verkürzt
- RTH-Transport in Fällen mit schweren neurologischen Symptomen, kardiovaskulärer Instabilität, Schwangerschaft oder erhöhtem Carboxyhämoglobinspiegel in Verbindung mit verändertem Bewusstsein Vorrang einräumen
- während des Transports unabhängig von der Transportart High-Flow-O2-Versorgung aufrechterhalten und kontinuierliche Überwachung sicherstellen
schwere CO-Intoxikation ohne HBOT-Indikation
- bodengebundener Transport für Patient*innen ohne HBOT-Indikation, es sei denn, geografische Hindernisse machen den Transport per RTH eindeutig vorteilhaft
- High-Flow-O2-Versorgung und engmaschige klinische Überwachung i.d.R. ausreichend sind, bis die Patient*innen in geeigneter medizinischer Einrichtung eintreffen
hyperbare Notfälle
Dekompressionskrankheit (DCI)
- bei Verdacht auf DCI RTH-Transport, wenn dadurch die Zeit bis zur HBOT erheblich verkürzt wird (vorzugsweise so früh wie möglich, idealerweise innerhalb der ersten 6 h nach Symptombeginn)
- neurologische, vestibuläre oder schwere muskuloskelettale Symptome können vorrangige RTH-Aktivierung rechtfertigen
- Gabe von 100 % O2, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Ruhigstellung während des Transports bei kontinuierlicher Überwachung
- direkte Kommunikation mit Hyperbarzentrum vor Start, um Verzögerungen zu minimieren
arterielle Gasembolie (AGE)
- bei Verdacht auf AGE RTH-Transport aufgrund des hohen Risikos einer bleibenden neurologischen Schädigung und der zeitkritischen HBOT-Indikation
- jede*n Taucher*in mit plötzlichen neurologischen Ausfällen, verändertem Bewusstsein, Krampfanfällen oder kardiovaskulärem Kollaps nach dem Auftauchen für eine Notfall-HBOT in Betracht zu ziehen
- Gabe von 100 % High-Flow-Sauerstoff sowie Aufrechterhaltung einer kontrollierten Beatmung und Hämodynamik während des Transports
- Höhenänderungen während des Fluges so gering wie möglich halten (wenn möglich, Kabinendruck auf Meereshöhe)
kombinierte DCI-AGE-Notfälle
- RTH-Einsatz, wenn DCI und AGE nicht voneinander unterschieden werden können und eine HBOT indiziert oder potenziell indiziert ist
- diagnostische Unsicherheiten sollten den Transport nicht verzögern
Intoxikationen durch Kohlenwasserstoffe bzw. oxidierende Lösungsmittel
Exposition ggü. Kohlenwasserstoffen bzw. oxidierenden Lösungsmitteln mit Atemwegskomplikationen oder Methämoglobinämie
- RTH-Transport, wenn Exposition ggü. Kohlenwasserstoffen/Lösungsmitteln zu Ateminsuffizienz, Bewusstseinsstörungen oder hämodynamischer Instabilität führt
- frühzeitige Bestimmung der Methämoglobinspiegel bei V.a. Exposition ggü. aromatischen, oxidierenden Lösungsmitteln
- HBOT bei schwerer Methämoglobinämie, die nicht auf Methylenblau anspricht, oder wenn Methylenblau kontraindiziert ist (z.B. bei G6PD-Mangel)
- High-Flow-O2-Gabe, frühzeitige unterstützende Maßnahmen sowie Verzicht auf Magenspülung & Brechreizauslösung
- frühzeitige Abstimmung mit ITS und hyperbarem Zentren kann Verzögerungen bei refraktärer Methämoglobinämie minimieren
integrierter Entscheidungsalgorithmus für die Aktivierung eines sekundären RTH-Transport (RATIONAL-HEMS-Modell)
Schritt 1 – Einstufung nach klinischer Priorität (A, B, C)
- Priorität A (zeitkritisch/lebens- oder organrettend)
- Situationen, in denen eine Verkürzung der Transportzeit in engem Zusammenhang mit einer verbesserten Überlebensrate oder einem besseren funktionellen Outcome steht und in denen der RTH-Einsatz bei Bedarf einen Zeitvorteil sowie den Zugang zu einer hochspezialisierten Versorgung während des Transports bieten kann
- Beispiele
- STEMI, der eine primäre PCI erfordert, wenn die Transportzeit vom ersten med. Kontakt zum PCI-Zentrum bodengebunden ≥ 120 min beträgt
- Patient*innen nach Fibrinolyse, die dringliche Rescue-PCI benötigen
- Hochrisiko-NSTE-ACS
- ischämischer Schlaganfall, bei dem Reperfusionstherapie in Frage kommt (i.v.- Thrombolyse und/oder mechanische Thrombektomie)
- ICB mit neurochirurgischer Indikation
- schweres Trauma mit anhaltender Blutung oder Rückenmarksverletzung
- gerissenes oder kurz vor dem Reißen stehendes Aortenaneurysma; akute Aortendissektion, die einen dringenden Eingriff erfordert
- Herzbeuteltamponade mit hämodynamischer Beeinträchtigung
- schwere CO-Vergiftung mit HBOT-Indikation
- Dekompressionskrankheit und arterielle Gasembolie, die dringende HBOT erfordern
- Exposition ggü. Kohlenwasserstoffen/oxidierenden Lösungsmitteln mit schwerem Atemversagen oder refraktärer Methämoglobinämie
- Priorität B (zeitrelevant, aber nicht unbedingt zeitkritisch)
- Fälle, in denen ein früherer Zugang zur definitiven Versorgung wünschenswert ist, die Auswirkungen der Transportzeit auf die Überlebensrate jedoch weniger ausgeprägt sind als bei Priorität A
- Beispiele
- NSTE-ACS mit hohem Risiko (ohne Kriterien für sehr hohes Risiko)
- schwere variköse oder nicht-variköse obere GI-Blutungen, die nach Erreichen einer ersten Stabilisierung eine dringende Endoskopie oder interventionelle Radiologie erfordern
- stabiles Wirbelsäulentrauma ohne sich verschlimmernde neurologische Ausfälle
- stabiles Thorax-, Bauch- oder Beckentrauma nach initialer Blutungskontrolle
- Priorität C (nicht zeitkritisch/geringe Zeitempfindlichkeit)
- Situationen, in denen davon ausgegangen wird, dass der Zeitpunkt des Transports keinen wesentlichen Einfluss auf die Mortalität oder das funktionelle Outcome hat und in denen ein bodengebundener Transport i.d.R. passend ist
- Beispiele
- NSTE-ACS mit geringem Risiko
- ICB ohne neurochirurgische Indikation
- leichte CO-Exposition ohne HBOT-Indikation
- leichte Kohlenwasserstoff-Exposition ohne Beeinträchtigung der Atemung oder signifikante Methämoglobinämie
Schritt 2 – logistische und zeitliche Bewertung
Sobald die klinische Priorität festgelegt ist, werden die folgenden logistischen und zeitlichen Variablen bewertet:
- geschätzte bodengebundene Transportzeit (T_ground): inkl. bodengebundene Entfernung, Verkehrslage, Gelände und erwartete Verzögerungen beim Ein- und Ausladen
- geschätzte RTH-Transportzeit (T_RTH): inkl. Alarmierungszeit, Flugzeit sowie Lande- und Übergabezeit
- Zeitersparnis durch den HEMS = T_ground − T_RTH
Im RATIONAL-HEMS-Modell kann der RTH-Einsatz in folgenden Fällen vorteilhaft sein:
- erwarteter Zeitgewinn ist klinisch bedeutsam (z.B. erheblicher Zeitgewinn, oft in der Größenordnung von 30 – 45 min, je nach klinischem Kontext)
- absolute Zeit bis zur definitiven Versorgung ist entscheidend für Behandlungserfolg (Prioritätsstufe A)
Schritt 3 – System- und Ressourcenbeschränkungen
Vor der Aktivierung sollten Koordinatoren der boden- und luftgebundenen Rettungs außerdem Folgendes berücksichtigen:
- aktuelle Verfügbarkeit des RTH und gleichzeitig stattfindende Einsätze der Prioritätsstufe A
- wetterbedingte und flugsicherheitsrelevante Einschränkungen
- Unterschied zw. Tag- & Nachteinsätzen sowie Einschränkungen bzgl. Landeplätzen
- Verfügbarkeit einer intensiven medizinischen Versorgung während des bodengebundenen Transports (z.B. MICU mit Arzt)
CAVE: RTH-Einsatz bei Notfällen mit niedrigerer Priorität sorgfältig gegen die Verfügbarkeit für gleichzeitige Einsätze der Prioritätsstufe A abwägen
Schritt 4 – Klassen für endgültige Entscheidung
Kombination von klinischer Priorität (A, B, C) und logistischer/zeitlicher Bewertung ermöglicht Einteilung in Modell mit drei Entscheidungsergebnissen:
- RTH-Einsatz kann indiziert sein
- bei Notfällen der Prioritätsstufe A und entsprechendem Zeitgewinn durch RTH-Einsatz (oder wenn keine sichere/angemessene bodengebundene Alternative zur Verfügung steht)
- RTH-Einsatz in Betracht ziehen
- bei Notfällen der Prioritätsstufe B mit erheblichem Zeitgewinn, v.a. in abgelegenen oder schwer zugänglichen Gebieten, sofern keine konkurrierenden Einsätze der Prioritätsstufe A anstehen
- Bodentransport bevorzugt
- bei Notfällen der Prioritätsstufe C oder in allen Fällen, in denen ein RTH keinen relevanten Zeitvorteil bietet oder dessen Einsatz die Verfügbarkeit für andere zeitkritische Einsätze gefährden würde


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