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Datum der Veröffentlichung: 19.06.2026
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Grundsätzliches
- Aerosoltherapie unter nasaler High-Flow-Therapie (HFT) und NIV ermöglicht kontinuierliche inhalative Wirkstoffgabe während HFT/NIV bei akuten/chronischen obstruktiven Erkrankungen und Dyspnoe
- hohe pulmonale Verfügbarkeit, geringe systemische Belastung, weniger Nebenwirkungen, kein First‑Pass‑Effekt
- Bronchodilatatoren, ICS, Mukolytika, antiinfektive Inhalate; Verneblerwahl abhängig von Klinik und Wirkstoff
- Studien zeigen schnelle Symptomlinderung (Husten, Dyspnoe), weniger Exazerbationen, kürzere Hospitalisationen bei obstruktiven Erkrankungen, aber internationale Empfehlungen bleiben unspezifisch für Aerosoltherapie unter Beatmung, HFT oder NIV
- Fokus der Empfehlungen auf Vibrationsmembranvernebler (VMN) vs. Jet Nebulizer (JN)
technische Grundlagen
- Jet‑Nebulizer
- Venturi‑Prinzip mit 2 – 10 L/min Gasfluss
- Unterdruck zieht Lösung an, Prallplatte erzeugt inhomogenes Aerosol
- respirabler Anteil gering (3,5 – 5 µm)
- vernebelt auch viskose Flüssigkeiten
- relevantes Restvolumen bleibt zurück
- Vibrationsmembranvernebler
- piezoelektrisch vibrierende Membran (100 – 300 kHz) presst Lösung durch Mikro‑Poren
- geräuschlos
- erzeugt homogenes Aerosol (1 – 5 µm) mit hoher Deposition in den unteren Atemwegen
Empfehlungen
Aerosoltherapie unter HFT
- aktueller Studienlage zufolge erzielt VMN ggü. JN während der nasalen High-Flow-Therapie höhere Wirkstoffapplikation und bessere Lungendeposition
- VMN bei HFT-Therapie im Beatmungssystem patientenfern auf der trockenen Seite, also vor dem Befeuchter platzieren
- Unterbrechung der HFT-Therapie zur Wirkstoffverneblung über Maske oder Mundstück nicht empfohlen
Nichtinvasive Beatmung (NIV)
- aktuell verfügbarer Studienlage zufolge wird mit VMN im Vergleich zu JN unter NIV höhere Lungendeposition erreicht
- VMN und JN bei Verwendung eines Einschlauchsystems während der NIV patientennah applizieren
- NIV-Therapie zur Verneblung über Maske oder Mundstück nicht in der Akutsituation unterbrechen


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